Geistliches Leben

 Zu den Schriftlesungen (zu Joh 11,17–27)

 

Im Johannesevangelium werden die Wunderhandlungen Jesu „Zeichen“ genannt. Denn es geht letztlich nicht um das einzelne Geschehen, sondern dass das Geschehene auf etwas Größeres verweist, eben darauf, dass Jesus der Sohn Gottes ist und dass durch ihn und sein Wirken Gott verherrlicht wird.

Manche seiner Zeichen deutet Jesus mit einem „Ich bin“-Wort.

So sagt er nach der Brotvermehrung: „Ich bin das Brot des Lebens, wer davon isst, wird in Ewigkeit leben.“ Und nach der Heilung des Blinden sagt er: „Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wandelt nicht im Finstern.“ Bevor er Lazarus aus dem Grab ruft, sagt er: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der an mich glaubt,

wird auf ewig nicht sterben.“

Ein rätselhaftes Wort. Wie soll das gehen, sterben und zugleich leben, auf ewig nicht sterben.

Es geht eben nicht um eine Verlängerung des irdischen Lebens, um ein ewiges Leben in dieser Welt. Auch Lazarus, den Jesus wieder ins Leben ruft, wird noch einmal sterben müssen.

Es geht vielmehr um ein ewiges, unvergängliches Leben in einer anderen Welt, die wir uns nicht vorstellen können, von der wir nur in Bildern reden können, wie mit dem Bild vom Himmel.

Jesus ist uns dorthin durch seinen Tod und seine Auferstehung vorausgegangen und verheißt allen, die an ihn glauben,

dieses ewige, unvergängliche Leben, wenn sie gestorben sind. Welch große Hoffnung für unsere Verstorbenen und einmal auch für uns.

 

Meine Sehnsucht findet erst richtig eine Antwort in der Auferstehung Christi. Der ungläubige Thomas kann erst so richtig an die Auferstehung Christi glauben, als er seine Hände in die Wundmale des Herrn legen kann. Denn erst die Narben seines Leidens zeigen ihm: Dies ist nicht ein wiedergeborener Christus, denn dann müsste er einen neuen, unversehrten Leib haben.

Der Christus, der ihm hier begegnet ist der vom Leben verwundete und geheilte Herr, nicht wiedergeboren, sondern wirklich auferstanden.

Das ist meine Sehnsucht: In meinem Tod Versöhnung zu finden und mit den dann geheilten Wunden meines Lebens zum ewigen Leben aufzuerstehen. Eine Sehnsucht, die ich im auferstandenen Herrn erfüllt sehe.

 

In dieser Hoffnung gedenken wir heute aller unserer Verstorbenen. Ihre Zukunft liegt nicht im Kreislauf der Natur. Sie liegt auch nicht in der Wiedergeburt zu einem neuen irdischen Leben.

Ihre Zukunft liegt im auferstandenen Herrn, der ihnen Versöhnung mit Gott, ihren Nächsten und sich selbst ermöglicht, die Wunden ihres Lebens heilt und so das Leben zurückgibt, für das wir geschaffen wurden: das ewige Leben in der Gemeinschaft mit Gott.

Aber wir wissen auch: Versöhnung ist ein manchmal schmerzlicher Prozess. Die Heilung von Wunden kann weh tun. Da tut es gut zu wissen: Wir lassen unsere Toten auch nach ihrem Tod nicht allein. Wir bleiben über den Tod hinaus miteinander verbunden.

Unser Gebet für die Toten hilft ihnen in diesem Versöhnungsprozess. Hilft ihnen in der Heilung ihrer Lebenswunden. Es tut ihnen gut auf ihrem Weg zum Paradies.

Besonders tröstlich finde ich den Gedanken, dass die Kirche - also Sie alle - auch mich einmal in meinem Tod nicht allein lassen werden. Auch ich mache in meinem Leben nicht alles richtig.

Ich verletze Menschen und werde selbst verletzt. Ich bin auf diesen Versöhnungsweg in meinem Tod angewiesen. Auch darauf, dass Menschen dann auch für mich beten und mir helfen.

Allerseelen ist also - ein hoffnungsvolles und ein tröstliches Fest.

 

 

Liebe Pfarrgemeinde,

Papst Franziskus sagt: Der Rosenkranz ist das Gebet, das mein Leben begleitet; das Gebet der Einfachen und der Heiligen; das Gebet meines Herzens.

 

Wie betet man den Rosenkranz?

 

Beim Kreuz betet man ein Glaubensbekenntnis

die großen Perlen stehen für Vater unser (insg. 6x)

und die kleinen Perlen für die Gegrüßet seist Du Maria (insg. 53x).

 

Bei den Ave Maria kann man nach dem ...Jesus... immer das Geheimnis, dass man betrachtet einfügen.

 

Die ersten drei kleinen Perlen sind folgenden Betrachtungen gewidmet:

 - Jesus, der in uns den Glauben vermehre. 

- Jesus, der in uns die Hoffnung stärke.

- Jesus, der in uns die Liebe entzünde

 

Nach den 10 Ave Maria betet man ein Ehre sei dem Vater... und das folgende Gebet:

 

Fatima-Gebet: O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden! Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle!
Führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. Amen.

Möge jeder von uns mit Maria zu einem Zeichen und Sakrament der Barmherzigkeit Gottes werden, der immer vergibt und alles vergibt. Beten mit Maria und vertrauen wir, denn Gott schenkt uns den Frieden und erhört unsere Gebete. Mit vielen Grüßen, Pfrm. Florin Farcas

Pfr. Florin Farcas